Preisträger 2010

Medtronic Medienpreis 2010 zeichnet neue Wege im Medizinjournalismus aus

Beiträge zu Medizintechnik aus Presse, Radio und Fernsehen in der Berliner Charité prämiert

Berlin, 18. März 2010. Bereits zum vierten Mal wurde in der Berliner Charité der Medtronic Medienpreis – Medizin Mensch Technik verliehen. Ausgezeichnet mit dem Ersten Preis wurde der Fernsehjournalist Harold Woetzel für seine beim SWR ausgestrahlte Doku-Serie „Die Knochendocs“. Der Zweite Preis ging an den Wissenschaftsjournalisten Volker Stollorz. Den Dritten Preis erhielt das BAMS-Gesundheitsteam Volker Weinl, Kerstin Quassowsky und Anna Meissner. Ulla Schmidt, Bundesgesundheitsministerin a.D., würdigte in ihrer Keynote die Leistungen der Preisträger.  

„Die Knochendocs – Geschichten aus der Heidelberger Orthopädie“ ist der diesjährige Sieger beim Medtronic Medienpreis. Die SWR-Dokuserie schildert Patientenbeispiele aus der Heidelberger orthopädischen Chirurgie. „Eine Doku über Medizintechnik, die geradezu Soapcharakter hat, ist völlig neu im deutschen Fernsehen. Fachliche Erläuterungen darüber, was Medizintechnik für den Patienten zu leisten vermag, sind exakt und allgemein verständlich. Doch hinzu kommt, dass das Format bewegt“, begründet die Jury ihre Wahl. Wo sonst Berichte dominieren, macht Medizintechnik als Doku-Soap Platz für Geschichten – über Grit auf einem Bein, Laurena, die sich eine neue Hand wünscht, oder Jill mit dem Skoliosekorsett – und zeigt dabei die neuen Möglichkeiten auf diesem Gebiet auf.

Beeindruckt von den medizintechnischen Möglichkeiten zeigte sich Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit a.D. In ihrer Keynote wies sie auf die wachsende Bedeutung der Medizintechnologie für den Gesundheitsstandort Deutschland hin und würdigte die herausragenden Leistungen der Preisträger, die oftmals schwierige Thematik einfühlsam und allgemeinverständlich zu erläutern.

Der Zweite Preis ging an den Wissenschaftsjournalisten Volker Stollorz für seine 2009 in Geo erschienene Story „Gute Ärzte schlechte Ärzte“. Stollorz thematisiert die von Medizintechnik unterstützte Aus- und Fortbildung von Ärzten, die es sich zum Ziel setzen, schwierige Situationen besser zu beherrschen und „Fehler“ zu vermeiden. Den Dritten Preis konnte die aus Volker Weinl, Kerstin Quassowsky und Anna Meissner bestehende Gesundheitsredaktion von Bild am Sonntag für sich verbuchen. Sie überzeugten die Jury mit einer „Ratgeber“-Serie zu medizintechnischen Implantaten mit gleichermaßen originellen wie eindrucksvollen Beiträgen wie „Wir sind Menschen aus Fleisch und Chrom“, bei der Menschen ganz offen ihre „neuen Körperteile“ präsentieren.   

Die Auswahl der Gewinner hat sich die Jury nicht leicht gemacht. Es gab mehr als 140 preiswürdige Einsendungen. Dies ist dem Gremium zufolge ein Beleg für das wachsende Interesse der Öffentlichkeit an Informationen über Gesundheitsfragen.

Der im Berliner Klinikum Charité, das derzeit das 300. Jahr seines Bestehens feiert, zum vierten Mal vergebene Preis wird an Journalisten verliehen und fördert die Qualität der Berichterstattung über innovative Technologien in der Medizin. Ausgewählt werden Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften, im Radio, im Fernsehen und im Internet, die medizintechnische Themen in herausragender journalistischer Qualität allgemeinverständlich kommunizieren.

In der Jury sind leitende Redakteure namhafter deutscher Medien vertreten. Ihr gehören Bernd Schwedhelm (Wort&Bild-Verlag, Vorsitz), Susanne Kutter (WirtschaftsWoche), Sabine Kartte (Stern Gesund leben), Dr. Bernhard Albrecht (TV-Journalist) und Carsten Schroeder (Deutschlandfunk) an. Zwei Jurymitglieder sind Mediziner. Dem Gremium stehen Prof. Dr. med. Andreas Kupsch, PD Dr. med Klemens Raile und Dr. med. Michael Putzier (alle Charité) als wissenschaftlicher Beirat zur Seite.

Gestiftet wurde der Preis von dem führenden Medizintechnik-Unternehmen Medtronic. Das amerikanische Unternehmen, das vor mehr als 50 Jahren den ersten implantierbaren Herzschrittmacher für den Dauerbetrieb entwickelt hat, ist seit 1970 in Deutschland ansässig. In der Firmenzentrale in Meerbusch bei Düsseldorf, im Werk Deggendorf sowie im technischen Dienst und Vertrieb beschäftigt Medtronic heute gut 850 Menschen.